(Muschalle 2 a)
27 november 2002, M. Muschalle, Beobachtung und Erleben des Denkens

Lieber Herr Baar,
danke für Ihr Schreiben vom 26.11.02.

Ich möchte mich erst einmal nur zu einem einzelnen Aspekt äußern.
Sie sagen am Schluß Ihrer Ausführungen: "Es wird sich also darum handeln mich selbst als Wahrnehmenden zu entwickeln um qualitative Erfahrungen zu haben. Dann erst will ich das in beschreibende Begriffe bringen. Die Qualität meiner Wissenschaft hängt also von meiner Entwickelung als Wahrnehmender ab. Das meinte ich mit dem Aspekt des naiven Realisten im Bezug zum Denken. Er müsste eigentlich zum Ziele haben, das intuitive Denken gegenwärtig zu erleben.

Das im Gegensatz zu Ihrer Beschreibung, die eine Gegenwärtigkeit nicht anstrebt:
"Intuition ist nicht nur die Form, in der Begriffe und Ideen im allgemeinen wahrgenommen werden, sondern auch diejenige, in der das beobachtende Denken das Denken sieht. Da beobachtendes und beobachtetes Denken zwar zeitverschieden aber wesensgleich sind, ist es folglich diejenige Form, in der das Denken sich selber sieht."

Es geht mir um die Wendung: "Das im Gegensatz zu Ihrer Beschreibung, die eine Gegenwärtigkeit nicht anstrebt. Vielleicht sehen Sie sich meinen Brief noch einmal an. Ich glaube nicht, daß sich aus dem dort Gesagten so etwas ableiten ließe. Auch nicht aus dem von Ihnen zitierten Text.

Herzlichst, Ihr Michael Muschalle.

 

Antwort von Lutz Baar:

Das werde ich machen, ich will Sie natürlich so verstehen, wie Sie es auch meinen. Ihre Bewertung von Kühlewinds Beitrag hat mich Ihre Einstellung zum Gegenwartsaspekt so zu verstehen lassen.


<<< zurück zum Forum